Panel öffnen/schließen

Pfarrfamilie verabschiedet Pfarrer Heinrich Weber

Verabschiedungsgottesdienst im festlich geschmückten Pfarrgarten

Mit einem festlichen Gottesdienst hat sich Pfarrer Heinrich Weber am Samstagabend von seiner Pfarrgemeinde St. Laurentius Feldkirchen verabschiedet. Nach Bildung der Pfarreiengemeinschaft Alburg-Feldkirchen vor 5 Jahren erwartet ihn zum 1. September in der benachbarten Pfarreiengemeinschaft Aiterhofen-Salching eine neue berufliche Herausforderung.

Aufgrund der Corona bedingten Beschränkungen beschloss das Team um Kirchenpfleger Josef Anzenberger und Ortssprecherin Karin Speiseder, die Feier ins Freie zu verlegen.  Im vom Blumenteam herrlich dekorierten Pfarrgarten versammelten sich die Pfarrfamilie und Abordnungen der Ortsvereine. Die musikalische Umrahmung übernahmen unter der Leitung von Chorleiter Simon Bründl der Kinderchor und der Kirchenchor. Ein beeindruckendes Bild bot schon der Einzug von Pfarrer Heinrich Weber, Pfarrer Martin David, Pastoralreferent Stefan Knott und den dreizehn Ministranten. Bei seinen Eröffnungsworten freute sich Pfr. Weber besonders über die zahlreich erschienenen Vereinsabordnungen und begrüßte neben Bürgermeisterin Barbara Unger und den anwesenden Gemeinderäten die Schulleiterin Jutta Wimmer, PGR-Sprecher Peter Ries, KEB Geschäftsführer Theo Speiseder und das Ehepaar Leipold als Vertreter der evangelischen Gemeinde.

In seiner Predigt bedankte sich Pfarrer Weber zunächst bei allen, die einen Dienst in der Pfarrgemeinde leisten. Dann zeigte er anhand einer großen Muschel auf, wie wichtig es sei, auch negative und belastende Situationen ins Leben zu integrieren und so aus leidvollen Erfahrungen etwas Wertvolles entstehen zu lassen. Auch stehe die Muschel, die Pilger auf dem Jakobsweg früher zum Wasser schöpfen nutzten, für das Tanken von Energie und Lebenskraft. Er erinnerte die Anwesenden hier besonders an die stets zur Verfügung stehende spirituelle Kraftquelle der Liturgie. Jeder Gottesdienstbesucher erhielt als Abschiedsgeschenk eine Muschel mit Perle.

Nach dem Schlussgebet eröffnete Kirchenpfleger Anzenberger den Verabschiedungsteil des Gottesdienstes. In seiner Rede bestätigte er Pfr. Weber eine stets konstruktive und von gegenseitigem Respekt getragene Zusammenarbeit. Er beschrieb kurz die durchgeführten Maßnahmen der letzten 5 Jahre. Hervorzuheben sei hier die Planung für das neue Pfarr- und Jugendheim als einen Meilenstein in der über eintausendjährigen Pfarrgeschichte. Besonders vermissen wird die Pfarrgemeinde, so Anzenberger, die Predigten von Pfarrer Weber, in denen er es immer verstanden hat, einen Bezug zwischen Evangelium und Lebenswirklichkeit der Gläubigen herzustellen. Abschließend bedankte sich Anzenberger im Namen aller kirchlichen Gremien bei Pfarrer Weber und wünschte ihm Gottes Rückenwind und alles erdenklich Gute.

Bürgermeisterin Barbara Unger betonte in ihren Abschiedsworten die besondere Nähe zwischen Rathaus und Pfarrhaus. Hier hätten sich politische und geistliche Gemeinde von Anfang an gut verstanden und konnten sich in allen Belangen gut verständigen. Unger beschrieb die vielfältigen Gelegenheiten dieser Zusammenarbeit und stellte abschließend fest, dass Pfarrer Weber aus der Nachbarschaft komme und in die Nachbarschaft gehe. Auch sie lasse ihn nur ungern ziehen und wünschte ihm Gottes Segen für den neuen Wirkungskreis.

Nach dem selbst umgeschriebenen „Astronauten-Rap“ des Kinderchors bedankten sich noch Birgit Nißl und die Tischmütter der diesjährigen Kommunionkinder bei Pfr. Weber für die tolle Begleitung der Kinder im letzten Jahr und die wunderschöne Erstkommunionfeier. Auch die Ministranten verabschiedeten sich dankend mit einem Gedicht und wünschten Pfr. Weber viel Glück. Mitzelebrant Pfarrer Martin David überreichte ein indisches Tuch als Abschiedsgeschenk und bedankte sich im Namen des Projekts SEED für die Spendenbereitschaft und die gute Zusammenarbeit.

Natürlich gab es zum Abschluss noch das gemeinsame Geschenk, für das von Gemeinde, kirchlichen Verbänden und den Ortsvereinen zusammengelegt wurde. In Anlehnung an ein Zitat aus einer früheren Predigt von Pfarrer Weber „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten“ überreichten Uwe Stroinski und Hans Wagner von der Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Josef Anzenberger ein Rasenpflegeset bestehend aus einem Akku-Rasenmäher und Freischneider, welches Pfarrer Weber die Gartenarbeit erleichtern soll.

Nach dem gefühlvoll von Kinderchor und Kirchenchor vorgetragenen „Nehmt Abschied Brüder“ und den Dankesworten des sichtlich gerührten Pfarrer Weber endete der Gottesdienst.

Im Anschluss halfen Alle, mit Blick auf den einsetzenden Regen, beim Aufräumen. Die Pfarrfamilie ließ sich aber vom Regen nicht abhalten, sich beim Stehempfang von „ihrem Pfarrer“ zu verabschieden. So wurde aus der Corona bedingten Notlösung – der Feier im Pfarrgarten- eine rundum gelungene, familiäre Abschiedsfeier für den scheidenden Pfarrer Weber.

Weitere Nachrichten