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Ohne Rücksicht auf die anderen

Wilde Müllablagerungen nach wie vor häufig festzustellen

Trotz des stetig wachsenden Umweltbewusstseins werden Haus- und Sperrmüll, Baustellenabfälle, Grüngut usw. leider immer wieder in der freien Natur, an schlecht einsehbaren Plätzen, neben Glas- bzw. Altkleidercontainern aber auch im Straßenbereich oder an angrenzenden Wegen entsorgt.

So wurden erst kürzlich zwei 1000l-Öltanks direkt an einer Kreisstraße aufgefunden. Hier steht nicht nur die unzulässige Ablagerung im Vordergrund sondern auch die Gefährdung der Verkehrssicherheit. Unverzügliches Einschreiten war daher erforderlich. Zudem wird dem Landratsamt in regelmäßigen Abständen die Ablagerung von Altreifen in Waldgebieten gemeldet. Die Rede ist nicht von einem Reifensatz; es werden teilweise 50 Stück und mehr illegal entsorgt.

Auch die widerrechtliche Entsorgung des gesamten, ungebrochenen Abbruchmaterials eines größeren Gebäudes im Landschaftsschutzgebiet sowie die Ablagerung von Verpackungsmaterial im Naherholungsgebiet wurden dem Landratsamt angezeigt.

Diese illegalen Entsorgungen sind absolut unverständlich, vor allem wenn man an die örtlichen Altpapiercontainer, die kostenlose Papiertonne sowie die Möglichkeit der Abgabe der Plastikverpackung am örtlichen Wertstoffhof denkt. Rechtfertigungsgründe für dieses Fehlverhalten sind nicht zu erkennen, verfügt doch der Landkreis über ein gut ausgebautes Netz an Wertstoffhöfen und Containerinseln.

Nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind Erzeuger und Besitzer von Abfällen dazu verpflichtet, ihre Abfälle ordnungsgemäß zu verwerten bzw. zu beseitigen.

Die Ablagerung von Abfällen in der freien Natur verschmutzt nicht nur die Umwelt sondern verunstaltet auch das Landschaftsbild. Durch dieses rücksichtslose Verhalten werden im Landkreis Straubing-Bogen jedes Jahr Personal- und Entsorgungskosten in Höhe von mehreren tausend Euro verursacht. Gelder, die durch die öffentliche Hand, letztlich durch den Steuer- und Gebührenzahler aufgebracht werden müssen.

Bei Ermittlung des Verursachers wilder Müllablagerungen wird dieser zur Verantwortung gezogen. Je nach Art und Menge der Ablagerung kann es bei einem Verstoß durchaus zu Geldbußen in Höhe von über 1000 € kommen; in schwerwiegenden Fällen kann sogar der Tatbestand einer Umweltstraftat erfüllt sein.

Bürger, die eine illegale Entsorgung von Abfällen beobachten, sollten sich nicht scheuen, die Umweltsünder anzusprechen bzw. die Verstöße dem Landratsamt oder auch den Gemeinden und Polizeiinspektionen zu melden. Wichtig ist hierbei immer, die Abfälle zu beschreiben und möglichst genaue Angaben über den Ort und evt. den Zeitpunkt der Ablagerung zu machen.

Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen ist heutzutage für den Bürger unproblematisch und meist ohne nennenswerten (finanziellen) Aufwand möglich. In erster Linie sind hier die örtlichen Wertstoffhöfe mit der getrennten Sammlung der einzelnen Abfallfraktionen, das Entsorgungszentrum am Sachsenring aber auch die Müllumladestation des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf an der Leipziger Straße zu nennen. Bei Sperrmüll ist nach vorheriger Anmeldung beim ZAW-SR sogar eine kostenlose Abholung vor Ort möglich.

Es muss im Sinne aller Bürger sein, unsere Natur zu schonen und sauber zu halten. Das fängt bereits beim Wegwerfen einer Zigarettenkippe aus dem Auto an.

 

 

Infobox:

Informationen zur richtigen Entsorgung von Abfällen findet man im Internet unter www.zaw-sr.de. Auch die Abfallwirtschaftsberatung des ZAW-SR hilft bei Fragen zur richtigen Entsorgung weiter (Tel. Nr.: 09421/9902-44, info@zaw-sr.de). Ansprechpartner für die Mitteilung illegaler Müllablagerungen am Landratsamt sind Fr. Nebel (09421/973-110; nebel.veronika(at)landkreis-straubing-bogen.de) und Fr. Achatz (09421/973-266; achatz.hildegard(at)landkreis-straubing-bogen.de).

Öffnungszeiten des Entsorgungszentrums des ZAW-SR (Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing – Stadt und Land), Sachsenring 31, 94315 Straubing, Telefon (0 94 21) 6 19 70:

Montag bis Mittwoch: 8 Uhr bis 16.30 Uhr

Donnerstag: 8 Uhr bis 18 Uhr

Freitag: 8 Uhr bis 16.30 Uhr

Samstag: 8 Uhr bis 12 Uhr

 

Öffnungszeiten der Müllumladestation (Zweckverband Müllverwertung Schwandorf), Leipziger Straße, 94315 Straubing, Telefon (0 94 21) 6 32 02:

Montag bis Freitag: 8 Uhr bis 12 Uhr und 12.45 Uhr bis 16 Uhr

 

Abfallberatung des ZAW-SR: Telefon (0 94 21) 99 02 - 44

 

 

 

Abfallentsorgung

Entsorgungszentrum des ZAW-Straubing

Sachsenring 3, 94315 Straubing

Sondermüll können Sie das ganze Jahr über am Entsorgunszentrum, Sachsenring 31, 94315 Straubing, zu folgenden Öffnungszeiten abgeben:

  • Montag- Mittwoch: 08:00 - 16:30 Uhr
  • Donnerstag: 08:00 - 18:00 Uhr
  • Freitag: 08:00 - 16:30 Uhr
  • Samstag: 08:00 - 12:00 Uhr.

Die Abgabe von Sondermüll ist bis zu einem Gewicht von 10 kg pro Monat kostenlos.

Altöl und Ölfilter werden nicht angenommen. Diese können kostenlos an den Verkaufsstellen abgegeben werden oder am Entsorgungszentrum gegen Entrichtung einer Entsorgungsgebühr angeliefert werden.

Weitere Informationen zur Sondermüllentsorgung erhalten Sie unter www.zaw-sr.de/sondermuell.

Wertstoffhof Feldkirchen

Opperkofen 15, 94351 Feldkirchen

Öffnungszeiten

Dienstag 15:00 bis 17:00 Uhr
Freitag 14:00 bis 17:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 12:00 Uhr

Was wird angenommen

Altkleider, Alu, Batterien, Bauschutt, CDs, Dosen, PE-Folie, Glas, Grüngut (5m3), Korken, Papier, Schrott, Verbundkarton, Verpackungskunststoffe, Altspeisefett/Speiseöl, E-Schrott, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, PU-Schaumdosen

 

 

Zweckverband Abfallbeseitigung Straubing Stadt und Land

Äußere Passauer Str. 75, 94315 Straubing

ältere Mitteilungen

Keine Abfuhr für die Müllabfuhr - Pressemitteilung des ZAW

Wildparker behindern Leerung der Tonnen -
ZAW-SR bittet um mehr Rücksicht

Ähnlich wie Romeo, der seine Julia nicht erreichen kann, geht es auch manchmal der Müllabfuhr: Immer wieder kann sie Tonnen nicht anfahren. Kurz vorm Ziel blockieren wild parkende Autos vor allem auf Wendeplatten und Abzweigungen die Zufahrt. Das ist ärgerlich für alle Seiten. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) appelliert daher an die Vernunft der Anwohner, die Zufahrt für die Müllabfuhr unbedingt frei zu halten. Das hilft Unfälle vermeiden und garantiert die Tonnenleerung.

„Wenn eine richtig befüllte Tonne nicht geleert wird, ist der Kunde zu Recht verärgert. Dass unsere Müllwerker bisweilen mehrere erfolglose Leerungsversuche unternehmen, ist wenig bekannt“, sagt die Leiterin des ZAW-SR-Kundenservices Gudrun Späth. Behindert ein parkendes Auto die Zufahrt zur Mülltonne, greifen die Mitarbeiter der Abfuhr zur Selbsthilfe: Sie hupen oder klingeln an der nächsten Haustür. Können sie den Wagen-Besitzer nicht ausfindig machen, hinterlassen sie einen Einhänger am Auto, fahren unverrichteter Dinge weiter und kommen später wieder. „Doch in manchen Fällen hat sich die Parksituation auch bei der dritten Anfahrt nicht gebessert.“

Andreas Asen, Leiter des Abfuhrbetriebs, macht auf Probleme mit der Sicherheit aufmerksam: „Rückwärtsfahren bei der Müllabfuhr ist gefährlich und ist nach den neuesten Unfallverhütungsvorschriften in bestimmten Situationen gar verboten. In Deutschland passieren jedes Jahr tödliche Unfälle.“ Deshalb soll Zurücksetzen möglichst vermieden werden. „Sind Wendeplatten oder Siedlungsstraßen jedoch zugeparkt, ist ein Wenden oft nicht mehr möglich und die Müllwerker sind zum Rückwärtsfahren gezwungen.“ Bei Sackgassen ohne Wendemöglichkeit ist es daher üblich, dass die Kunden die Abfalltonnen zur nächsten befahrbaren Straße bringen.

Auch die Müllwerker ärgern sich, wenn sie wegen wilder Parker die Tonnen nicht leeren können. Daher bittet Gudrun Späth Anlieger, ihre Wagen so zu parken, dass genügend Platz für die großen Müllfahrzeuge bleibt. Häufig treffe die Nichtleerung der Tonne nicht den Falschparker selbst. Vielmehr sind Nachbarn die Leidtragenden, die weiter hinten in der Straße wohnen. „Falschparker bereiten anderen Menschen Probleme - häufig aus Gedankenlosigkeit, oft leider auch aus großer Ignoranz.“

Um das Problem zu entschärfen, hat der ZAW-SR einige Ideen entwickelt. Er möchte beispielsweise die Kommunen für Parkverbote an chronischen Störungsbereichen gewinnen und Vergehen im nächsten Schritt auch ahnden lassen. Information der Öffentlichkeit und der Kunden soll für das Thema sensibilisieren und die Situation an den neuralgischen Punkten verbessern. Zudem beabsichtigt der ZAW-SR, Partner und Multiplikatoren mit ins Boot zu holen. Das Ziel ist im Interesse aller: geregeltes Parken mit freier Zufahrt zu den Mülltonnen für eine zuverlässige Leerung.

ZAW-SR, 23.03.2018

Bei Rückfragen Gangolf Wasmeier, 09421 9902-25