10. Februar 2022

Kopfläuse … was tun?

Liebe Eltern,


bei einzelnen Kindern in der Schule / dem Kindergarten / dem Kinderhort Ihres Kindes wurde ein
Befall mit Kopfläusen festgestellt. Dies ist gerade bei Kindern, die Gemeinschaftseinrichtungen
besuchen, immer wieder zu beobachten und hat absolut nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Da Kopfläuse jedoch sehr lästig sein können (zum Glück übertragen sie keine Krankheitserreger)
und eine Weiterverbreitung von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt sehr leicht möglich
ist, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe, um eine weitere Ausbreitung des Läusebefalls zu verhindern.
Am besten untersuchen Sie Ihr Kind in nächster Zeit täglich, ob Sie bei ihm Kopfläuse feststellen
können (Genaueres über die Vorgehensweise entnehmen Sie der dem Schreiben beiliegenden
Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Denn auch ohne dass Ihr Kind
etwas davon merkt, kann es bereits von Kopfläusen befallen sein und diese wiederum
unwissentlich an andere Kinder weitergeben. (Es dauert z. T. Wochen, bis der erste Juckreiz als
allergische Reaktion auf den Speichel der Läuse auftritt!).


Falls Sie bei Ihrem Kind einen Lausbefall feststellen, sind Sie nach § 34 Infektionsschutzgesetz
verpflichtet, „der Gemeinschaftseinrichtung“ Ihres Kindes „hiervon unverzüglich Mitteilung
zu machen“. Auch dürfen nach dem Infektionsschutzgesetz „Personen … die verlaust sind, …
die Gemeinschaftseinrichtung … nicht betreten … bis eine Weiterverbreitung … der
Verlausung durch sie nicht mehr zu befürchten ist.“ Dies bedeutet, dass Ihr Kind den
Kindergarten/die Schule erst wieder besuchen darf, wenn es ausreichend therapiert wurde,
üblicherweise am Tag nach der ersten durchgeführten Behandlung. Für einen dauerhaften
Therapieerfolg ist es jedoch äußerst wichtig, 8 – 10 Tage später die Behandlung zu wiederholen,
da die gebräuchlichen Läusemittel in der Regel nicht oder nur bedingt gegen die Eier in der
Nisse wirken und die nach 8 – 10 Tagen erneut ausschlüpfenden Kopfläuse vor ihrer
Geschlechtsreife abgetötet werden müssen.


Da Kopfläuse gerade bei engem Kontakt innerhalb der Familie leicht übertragen werden können,
sollte neben dem Kind, bei dem Kopfläuse festgestellt worden sind, auch die gesamte Familie
untersucht und ggf. behandelt werden. Eine Übertragung der Kopfläuse über Gegenstände wie
Textilien findet nur äußerst selten statt – dort findet man allenfalls verletzte, kranke oder senile
Kopfläuse, die sich nicht mehr vermehren können und in der Regel keine Gefahr mehr darstellen.
Falls Sie weitere Fragen zu Kopfläusen haben, stehen Ihnen die Mitarbeiter der Abteilung
Gesundheitswesen des Landratsamtes Straubing-Bogen unter der Telefonnummer 09421/973-
360 gern zur Verfügung. Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.rki.de /
www.pediculosis-gesellschaft.de / www.kopflaus.ch / http://www.kindergesundheit-info.de


Ihr Gesundheitsamt